Günstige Museen in Berlin – Kultur und Bildung kostenfrei

4/5/2017
Stadtgeflüster

Berlin kannst Du trotz steigenden Mieten und Gentrifizierung noch immer verhältnismäßig günstig erleben – zum Teil sogar kostenlos. Wenn Du clever bist, zahlst Du für Museen keinen Cent. Im Berliner Stadtgebiet tummeln sich so einige Wissenstempel. In einigen von ihnen darfst Du Deine Geldbörse getrost in der Tasche lassen, denn der Eintritt dort ist kostenfrei. Wir haben Dir eine Liste mit günstigen Museen in Berlin zusammengestellt, damit Deine Weiterbildung kostenfrei, aber garantiert nicht umsonst ist.

Welche günstigen Museen gibt es in Berlin? – am 21. Mai ist internationaler Museumstag

In Berlin hast Du die Qual der Wahl. 175 Museen warten darauf, Dich mit Wissen zu füttern. Die thematischen Ausrichtungen sind ganz verschieden: Von antiker Geschichte, über naturwissenschaftliche Innovationen und Technikgeschichte bis hin zu popkulturellen Phänomenen ist alles dabei. Der Pool an kostenfreien Museen wird Dich überraschen und bestens unterhalten. Auf berlin.de findest Du eine Übersicht über die günstigsten Museen Berlins. Am günstigsten deswegen, weil Du keinen einzigen Euro für den Eintritt aufwenden musst. Bilde Dich gratis in Berlin auf den verschiedensten Gebieten weiter, denn die Hauptstadt ist bunt, vielfältig und niemals langweilig.

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Das Neue Museum in Berlin ist zwar nicht kostenlos, aber dennoch einen Besuch wert.

Mit einem Abo der Berliner Morgenpost bleibst Du regional (nicht nur) in Bezug auf Museen, Ausstellungen und Events auf dem neuesten Stand, sondern bekommst ebenso die letzten Neuigkeiten aus Politik, Gesellschaft, Sport und Boulevard täglich schwarz auf weiß zu Dir nach Hause geliefert. Über DailyDeal kommst Du bei Deinem Kurzabo 52 % günstiger und erhältst sogar noch 15 € als Bar-Prämie.

Wo kann ich gratis in Berlin ins Museum?

Schnall Dich an und sei offen für unsere Tipps zu den besten und günstigsten Museen in Berlin – für einen sehr, sehr schmalen Taler.

Abguss-Sammlung Antiker Plastiken

Die 2.000 Gipsabgüsse umfassende Sammlung gehört zu der Freien Universität Berlin. Die Originale der Replikationen stammen sowohl aus der griechischen als auch der römischen Antike in der Zeitspanne von 3.000 v. Chr. bis 500 n. Chr. Damit ist eine Vielzahl von Kunstepochen und Darstellungsformen abgedeckt. Die Sammlung soll nicht nur der Lehre und Forschung an der Uni dienen, sondern auch die antike Kunstgeschichte einer breiteren Öffentlichkeit näherbringen. Die Wissenschaft möchte nicht in einem selbst erschaffenen Elfenbeinturm sitzen, sondern mit Menschen ins Gespräch kommen.

Adresse: Schlossstraße 69B, 14059 Berlin
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr
Eintritt: frei

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Das Abguss-Mueum beherbergt eine Vielzahl an GIpsadrücken griechischer und römischer Skulpturen.

Alliierten-Museum

Die Dauerausstellung „Wie aus Feinden Freunde wurden“ dokumentiert die beinahe 50-jährige Präsenz (1945 bis 1994) der Westmächte in Berlin. Bei der Exhibition dreht sich alles um die hinterlassenen Objekte, anhand derer die Kulturgeschichte der Westmächte nachgebildet wird. Höhepunkte sind sicher der Spionagetunnel, der ab 1953 von den amerikanischen und britischen Geheimdiensten gegraben wurde, um die Aktivitäten der Sowjetunion im Kalten Krieg bespitzeln zu können, sowie eine originale Hastings TG 103, ein britisches Militärflugzeug. Die Ausstellung „100 OBJEKTE. Berlin im Kalten Krieg“ führt den objekthistorischen Ansatz weiter und pointiert die Schlüsselrolle Berlins im Kalten Krieg.

Adresse: Clayallee 135, 14195 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Eintritt: frei

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Im Alliierten-Museum findest Du viele kulturgeschichtlich relevante Artefakte der Westmächte.

Archenhold-Sternwarte

Vor über 120 Jahren wurde die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands gegründet – die Archenhold-Sternwarte. Die Exhibitionen präsentieren den Sternguckern die Weite des Weltalls und demonstrieren die Entwicklung des Universums bis heute. Ergänzt wird das Programm der Sternwarte durch wechselnde Ausstellungen. Momentan residiert im Erdgeschoss eine Exhibition, die sich mit der Astronomie und ihrer Wissenschaftsgeschichte befasst. Begib Dich auf Deine Odyssee durch den Weltraum und greif nach den Sternen in unserem Sonnensystem in diesem günstigen Museum in Berlin.

Adresse: Alt-Treptow 1, 12435 Berlin
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14 bis 16.30 Uhr
Eintritt: frei

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In der Archenhold-Sternwarte den astronomischen Zusammenhängen des Universums auf die Spur kommen.

Deutscher Dom

Der Gendarmenmarkt ist geprägt durch das architektonische Ensemble bestehen aus Schauspielhaus, Französischem Dom und Deutschem Dom. Letzterer ist ein ehemaliger Sakralbau im Neobarock, der nach den Luftangriffen auf Berlin während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1983 und 1996 wiederaufgebaut wurde. Den Deutschen Dom kannst du kostenlos besuchen und Dir auf fünf Etagen die Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ besuchen – ein Must-see und umsonst in Berlin. Im Französischen Dom nebenan finden häufig Konzerte statt, die Dich in die Welt der klassischen Musik entführen. Mit DailyDeal lauschst Du an verschiedenen Terminen im Juni den Klavierwerken Frédéric Chopins –wie immer zu einem attraktiven Preis.

Adresse: Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Mai bis September bis 19 Uhr, Montag nur an Feiertagen
Eintritt: frei

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Friedrich Schiller vor dem Deutschen Dom. Architektonische Erzeugnisse, die Deutschland definieren.

East Side Gallery

38 Jahre lang teilte die Mauer die heutige Hauptstadt Deutschlands in Ost- und West-Berlin. Heute ist diese stadtteilende Grenze eine kostenlose Gedenkstätte, an der sich sowohl Berliner als auch Touristen über die Geschichte der deutschen Teilung informieren können. Der Abschnitt an der Mühlenstraße in der Nähe der S-Warschauer Straße nennt sich East Side Gallery. Die Open-Air-Galerie ist 1316 Meter lang und wurde von über 100 Künstlern aus 21 Nationen verziert. Dabei entstanden Gemälde, die sich in ganz unterschiedlicher Weise mit den politischen Umbrüchen und Veränderungen in den Jahren 1989 und 1990 auseinandersetzen.

Adresse: Mühlenstraße, 10243 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 0 bis 24 Uhr
Eintritt: frei

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Eine Mauer, unzählige Kunstwerke. Das ist die Berliner East Side Gallery.

Tipp: Die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße ist ebenfalls kostenlos. Hier bekommst Du ausgiebige Informationen rund um die tragische Historie der Berliner Mauer.

Adresse: Bernauer Straße 111, 13355 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr (Besucher- und Dokumentationszentrum), Montag bis Sonntag 8 bis 22 Uhr (Ausstellung im Gedenkstättenareal)
Eintritt: frei

Tieranatomisches Theater

Anatomische Theater gab es in der Frühen Neuzeit häufig, um Doktoren, Studenten und dem Volk die Geheimnisse des Körpers näherzubringen – sowohl menschlichen als auch tierischen Körpern. Seit 1790 besteht das frühklassizistische Tieranatomische Theater an der HU Berlin und ist damit das älteste noch erhaltene akademische Lehrgebäude der Universität. Das Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik nutzt es seit 2012 als Ausstellungsraum für interdisziplinäre Veranstaltungen, die sich an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaft und Ästhetik bewegen und oftmals eine morbide Faszination auf Besucher ausüben.

Adresse: Philippstraße 12/13, 10115 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14 bis 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen
Eintritt: frei

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Im Tieranatomischen Theater verschwimmen regelmäßig die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst.

Topographie des Terrors

Die Dokumentationsstätte der NS-Verbrechen steht seit 1987 Besuchern offen und erlangte unter dem Namen „Topographie des Terrors“ weltweite Bekanntheit. Von dem Gelände wurden zwischen 1933 und 1945 die meisten NS-Gräuel geplant, gelenkt und befohlen. Nachdem das Areal teilweise zerstört und im Nachhinein anderweitig genutzt wurde, gab es seit den frühen 80er-Jahren Bemühungen, die NS-Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und eine Gedenkstätte zu errichten. Diese zieht pro Jahr hunderttausende Besucher an. Die Topographie des Terrors leistet als kostenfreies Museum in Berlin wichtige Arbeit bei der Aufarbeitung der NS-Unmenschlichkeiten.

Adresse: Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr, Außenbereiche bis Einbruch der Dunkelheit (spätestens 20 Uhr)
Eintritt: frei

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Die Topographie des Terrors spielt eine wichtige Rolle bei der nachkriegsdeutschen Vergangenheitsbewältigung.

Willy-Brandt-Haus

Das Willy-Brandt-Haus ist konzeptuell ein „offenes Haus“. Einerseits ist es SPD-Parteizentrale und Bürokomplex, andererseits auch ein interdisziplinärer und multikultureller Veranstaltungsort. Die abgehaltenen Events sind vielfältig: Egal, ob Tagung, Lesung, Pressekonferenz, Ausstellung oder Konzert – das Willy-Brandt-Haus ist ein Begegnungsort und lädt zum öffentlich-kritischen Diskurs über verschiedenste Themen ein. Inhaltlich unterscheiden sich die Veranstaltungen stark voneinander. Bis zum 21. Mai ist beispielsweise noch die Foto-Ausstellung „Verloren in Berlin und Bukarest“ mit Fotografien von Fara Phoebe Zetzsche und Massimo Branca zu sehen. Es geht bei den Fotos um gestrandete Jugendliche auf den Berliner Straßen und den Bahnhofstunneln von Bukarest, die in einem Teufelskreis aus Drogensucht, Beschaffungskriminalität sowie Ausweg- und Perspektivlosigkeit gefangen sind und um ihr Überleben kämpfen.

Adresse: Stresemannstraße 28, 10963
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr
Eintritt: frei

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Das geschichtsträchtige Treffen zweier Ikonen der (Sozial-)Demokratie. John F. Kennedy und Willy Brandt.

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Gordon Herenz

Gordon, gebürtiger Lektor mit Vorliebe für das Schreiben von Online-Content, ist für das Textkonvolut im DailyDeal-Magazin verantwortlich. Seine Leidenschaft für das geschriebene Wort wurde früh von seiner Oma geweckt, die ihm unter Blut, Schweiß und Tränen bei seinen Hausaufgaben half. Ab der Gymnasialzeit in Cottbus schaffte er es, seine Gedichtinterpretationen auch weitestgehend allein zu bewältigen. Ein Erfolg, der ihn dazu verleitete, sich als Germanistik-Student in Potsdam zu verdingen. Stationen an der Uni und in der Start-up-Landschaft von Berlin-Mitte folgten, bevor es ihn 2016 nach Alt-Moabit zu DailyDeal verschlug. Seine freie Zeit verbringt er damit, Aufnäher auf seine Kutte zu nähen und sich seine verbliebenen Haare abzuschneiden.

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